Festgottesdienst mit Pröpstin Crüwell: Ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr
MZ-LAUBENHEIM – Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Laubenheimer Kirchenerhaltungsvereins (KEV) im evangelischen Gemeindezentrum blickten die Mitglieder auf ein außergewöhnliches Jahr 2025 zurück. Im Mittelpunkt stand das „Dreifach-Jubiläum“, das die Gemeinde mit Stolz und großem Engagement feierte.
Ein Jahr der Meilensteine
Der 1. Vorsitzende Friedhelm Kärcher berichtete von einem „phänomenalen Echo“, das die Veranstaltungen des vergangenen Jahres ausgelöst haben. Ende Juni 2025 feierte das Laubenheimer Kirchlein gleich drei bedeutende Geburtstage:
130 Jahre Kirchlein, 120 Jahre Grundsteinlegung und die Fertigstellung der neuen Orgel
Besonderer Dank galt der Organistin Klaudia Berg, deren Einsatz es ermöglichte, die Orgel rechtzeitig zum Festgottesdienst fertigzustellen und einzustimmen. Der Gottesdienst selbst, geleitet von der Pröpstin von Rheinhessen und dem Nassauer Land, Henriette Crüwell, sowie Pfarrerin Karin Meier, bildete den spirituellen Höhepunkt des Jubiläums.
Vielfältiges Engagement über den Gottesdienst hinaus
Der KEV ist weit mehr als nur ein „Erhaltungsverein“. Das vergangene Jahr war geprägt von kulturellen Highlights. Dazu gehörten:
- Geführte Wanderungen durch die Gemarkung.
- Ein Besuch im Mainzer Dom.
- Eine Lesung von Claudia Presser und Johannes Kohl anlässlich des 100. Jahrestages der Erstaufführung von Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“.
- Regelmäßige Führungen durch die Kultur- und Weinbotschafterin Claudia Stein.
Blick in die Zukunft: Erhalt und Struktur
Trotz der Feierlaune verliert der Verein seine Kernaufgabe nicht aus den Augen: den Erhalt des historischen Gebäudes. Eine Dekanats-Architektin und ein freier Architekt wurden beauftragt, die Bausubstanz und Standfestigkeit des Kirchleins zu überwachen. Zwar wurden keine dramatischen Veränderungen festgestellt, doch Gipsmarken an vorhandenen Rissen dienen der genauen Beobachtung des Mauerwerks.
Finanziell steht der Verein auf soliden Füßen. Schatzmeisterin Sylvi Gehlhaar konnte ein deutliches Plus vermelden. Dank zahlreicher Spenden und Beitrittserklärungen im Rahmen des Jubiläums konnte ein fünfstelliger Betrag generiert werden. Dieser ist für künftige Sanierungen essentiell, da Zuweisungen der Landeskirche für den Bauunterhalt knapper werden.
Dank an das Ehrenamt
Ein besonderes Lob ging an den Vorstand, bestehend aus Friedhelm Kärcher, Sylvi Gehlhaar, Katrin Hönig und Bernd Siener. Letzterer wurde besonders für sein praktisches Geschick gewürdigt – ob klemmender Fahnenmast oder flimmernde Lampen, Bernd Siener ist zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird.
Mit diesem positiven Rückblick und einer gesunden finanziellen Basis sieht der KEV optimistisch in die kommenden Jahre, um das „Kirchlein im Grünen“ als Wahrzeichen von Laubenheim zu bewahren.

