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Grenzsteinsetzung und Feier zum Gedenken an „Urgestein“ Hans Riffel

Der in Mainz-Laubenheim ĂŒber viele Jahrzehnte unter anderem in verschiedenen EhrenĂ€mtern sehr engagierte Hans Riffel wĂ€re am 9.2.2024 hundert Jahre alt geworden. Mitglieder der Familie nahmen dies zum Anlaß, mit einem ehemaligen Grenzstein im Laubenheimer Ried, der ein dauerhafter „Gedenkstein“ sein soll, und einer Feier im Mainzer Hof an Hans Riffel zu erinnern.

ZunĂ€chst wurde, im Beisein von ehemaligen WeggefĂ€hrten, Freunden und Bekannten sowie Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, ein ehemaliger Grenzstein, den Hans Riffel noch hatte restaurieren lassen, der Öffentlichkeit ĂŒbergeben. Die Familienmitglieder hatten diesen, mit Genehmigung der GrundstĂŒckseigentĂŒmerin, in ErfĂŒllung eines Herzenswunsches von ihm, in der Gemarkung Laubenheim, am Rand des Naturschutzgebietes, wieder setzen lassen.

Katharina Riffel begrĂŒĂŸte stellvertretend fĂŒr die Familie Riffel alle Anwesenden. Peter Riffel, Kultur- und Weinbotschafter Rheinhessen, tauchte tiefer in die vergangenen Zeiten mit und rundum Hans Riffel ein.
Foto: privat – Katharina Riffel begrĂŒĂŸte stellvertretend fĂŒr die Familie Riffel alle Anwesenden. Peter Riffel, Kultur- und Weinbotschafter Rheinhessen, tauchte tiefer in die vergangenen Zeiten mit und rundum Hans Riffel ein.

Trotz widrigem Wetter kamen rund 60 Besucher:innen an den Veranstaltungsort. Darunter waren zahlreiche CDU ParteigefĂ€hrten:innen, unter anderem der frĂŒhere Landtagsabgeordnete, Mainzer Umweltdezernent und Laubenheimer CDU-Vorsitzende, Wolfgang Reichel, der Hans Riffel als vĂ€terlichen Freund bezeichnet.

Die beiden Schwestern, Beate Keller und Katharina Riffel begrĂŒĂŸten stellvertretend fĂŒr die veranstaltenden Familienmitglieder alle Anwesenden und stellten im Anschluss die symboltrĂ€chtige Verbindung der drei auf dem Grenzstein eingehauenen Wappen von Laubenheim, Bodenheim und Hechtsheim mit dem beruflichen Wirkungskreis ihres Vaters her.

Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter nutzte die Gelegenheit, nochmals das große Engagement und die Verdienste von Hans Riffel in seinen EhrenĂ€mtern bei der Bauernvertretung, der freiwilligen Feuerwehr und der Politik zu wĂŒrdigen. Viele Projekte im Stadtteil Laubenheim, zum Nutzen der Allgemeinheit, wĂ€ren ohne seine Mitwirkung nicht so gut bzw. gar nicht gelungen, hĂ€tte er sich nicht mit großem Nachdruck dafĂŒr eingesetzt. Das FeuerwehrgerĂ€tehaus und die Pumpstationen an dem Polderbauwerk sind nur zwei Beispiele dafĂŒr.

Foto: Familie Riffel – Familienmitglieder der Familie Riffel mit Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter (Bildmitte) bei der offiziellen Einweihung des Grenzsteines als „Gedenkstein“ fĂŒr das Laubenheimer Urgestein Hans Riffel, der am 9.2.2024 100 Jahre alt geworden wĂ€re.

Peter Riffel, Kultur- und Weinbotschafter Rheinhessen, tauchte tiefer in die Bedeutung des Grenzsteins und in vergangene Zeiten mit und rundum Hans Riffel ein.

Gedenkstein fĂŒr das Laubenheimer Urgestein Hans Riffel. Am 9.2.2024 wĂ€re er 100 Jahre alt geworden.
Gedenkstein fĂŒr das Laubenheimer Urgestein Hans Riffel. Am 9.2.2024 wĂ€re er 100 Jahre alt geworden.

Aus der Nachbargemeinde Bodenheim war ihr frĂŒherer VerbandsbĂŒrgermeister Alfons Achatz gekommen, der einfĂŒhlsame und lobende Worte aus der gemeinsamen Zusammenarbeit mit Laubenheim und Hans Riffel fand. Grundlage fĂŒr die große WertschĂ€tzung, die Hans Riffel entgegengebracht wurde, waren sicherlich auch seine persönlichen Eigenschaften wie fachliche Kompetenz, UneigennĂŒtzigkeit, ZuverlĂ€ssigkeit, Fairness und Hilfsbereitschaft, die ihn zu einem ĂŒber Parteigrenzen hinweg, zu einem ĂŒberzeugenden GesprĂ€chs- und Verhandlungspartner und Ratgeber haben werden lassen. Davon wusste auch Dr. Peter Tress zu berichten, der in seiner aktiven Zeit als Ortsbeirat hĂ€ufig mit seinem Parteikollegen gemeinsame Vorhaben erfolgreich bearbeitete, und der ihm darĂŒber hinaus auch ein vĂ€terlicher Freund blieb.

Oswald Göhlen am Gedenkstein seines langjÀhrigen Freundes und WeggefÀhrten Hans Riffel.
Oswald Göhlen am Gedenkstein seines langjÀhrigen Freundes und WeggefÀhrten Hans Riffel.

Nicht zu vergessen ist Hans Riffels besonderer Humor und sein phĂ€nomenales GedĂ€chtnis, das ihm bis zum Schluss erhalten blieb. DafĂŒr wurde er zu Lebzeiten mit vielen Ehrungen ausgezeichnet, die ein Zeugnis fĂŒr sein Lebenswerk ablegen. FĂŒr sein ĂŒber 80 Jahre andauerndes außergewöhnliche Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr wurde sogar ein neuer „Hans-Riffel-Ehrenpreis“ geschaffen, und zu Lebzeiten noch an ihn verliehen.

Anschließend traf man sich mit den GĂ€sten im Laubenheimer Lokal „Mainzer Hof“. Es war auf Wunsch der Familie ein fröhliches Fest, bei dem man sich gerne an das Wirken von Hans Riffel erinnerte.

LangjĂ€hrige WeggefĂ€hrten von Hans Riffel im GesprĂ€ch: Gretel Sack, Gattin des verstorbenen frĂŒheren Ortsvorstehers Bernd Sack, und Oswald Göhlen, enger Freund von Hans Riffel und seiner Familie.
Foto: mz-laubenheim.de – LangjĂ€hrige WeggefĂ€hrten von Hans Riffel im GesprĂ€ch: Gretel Sack, Gattin des verstorbenen frĂŒheren Ortsvorstehers Bernd Sack, und Oswald Göhlen, Freund und UnterstĂŒtzer von Hans Riffel und seiner Familie.

Manfred Riffel hatte dazu eine Bilder-PrĂ€sentation vorbereitet, die verschiedene Stationen im Leben des Laubenheimer Urgesteins darstellte und die auch seine große Leidenschaft fĂŒr alles was er aktiv und passiv mit Pferden zu tun hatte, dokumentiert hat. Apropos Urgestein: Mit dabei natĂŒrlich auch Oswald Göhlen (91), bei dem sich Manfred Riffel im Namen der Familie fĂŒr seine Freundschaft und UnterstĂŒtzung beim Aufbau des landwirtschaftlichen Betriebes herzlich bedankte.

Sein Geburtstag lag schließlich immer schon in der fĂŒnften Jahreszeit, bei der Hans Riffel sich auch frĂŒher aktiv beteiligte, anfangs hinter dem Pferd (mit Gig), spĂ€ter auf dem Pferd. Ortsbeirat Ulrich Frings ĂŒberreichte passend dazu den Laubenheimer JubilĂ€umsorden 1250 Jahre Laubenheim (erhĂ€ltlich in der Ortsverwaltung), den das Symbol des JubilĂ€umsjahres 2023, ein Storch, ziert.

Rede des Ortsvorstehers, Gerhard Strottkötter:

Sehr geehrte Familie Riffel, verehrte Mitglieder und ehemalige
Mitglieder des Ortsbeirates bzw. Gemeinderates Laubenheim,
verehrte WeggefÀhrten von Hans Riffel, meine Damen und Herren,
Hans Riffel war mit zweijÀhriger Pause 50 Jahre Mitglied des
Gemeinde- bzw. des Ortsbeirates in Laubenheim. Von 1994 bis 2009
war er stellvertretender Ortsvorsteher.
Er war zeitlebens ein KĂ€mpfer und ein KĂŒmmerer, der sich fĂŒr seine
Mitmenschen einsetzte. Entsprechend war auch sein politisches
Handeln. Er war der Sachverwalter der Interessen Laubenheims und
das ĂŒberparteilich.
Auch nach seiner Verabsch iedung 2014 aus dem Ortsbeirat blieb er
pol itisch aktiv. Hans Riffel besuchte mich regelmĂ€ĂŸig in der
Ortsverwaltung und besprach mit mir das Ortsgeschehen. Besonders
spannend wurde es, wenn er dabei von frĂŒher erzĂ€hlte, von seinen
vielen Erlebnissen in der Politik und den Anekdoten, die sich daraus
ergaben.
Von den vielen Ehrungen, die Hans Riffel erhalten hat, war wohl die
Verleihung des BĂŒrgerpreises 2019 eine der wichtigsten.
Dieser Preis ehrt sein Lebenswerk, seinen unermĂŒdlichen Einsatz fĂŒr
unseren Ort.
Am 1. MĂ€rz 2023 ist Hans Riffel im Alter von 99 Jahren verstorben
Nun zu dem ehemaligen Grenzstein, der heute zum 100-JĂ€hrigen
Geburtstag an das Laubenheimer Urgestein Hans Riffel erinnern soll.
Der Stein markierte um 1750 die Gemarkungsgrenze Laubenheims zu
Bodenheim und zur Hechtsheimer Viehtrift.
Hans hatte diesen Stein bei Feldarbeiten in den 70-ziger Jahren im Ried
entdeckt. Zu letzt stand er auf dem GelÀnde der Laubenheimer
Grundschule. Vor etwa zwei Jahren kam Hans Riffel zu mir in
Ortsverwaltung und teilte mir sein Vorhaben mit, den Stein teilweise
restaurieren zu lassen um Ihn dann an einen wĂŒrdigen Ort im Ried
wieder aufzustellen. Dazu kam es durch seinen Tod leider nicht mehr.
Seine Kinder haben dankenswerter Weise in Absprache mit mir als
Ortsvorsteher den Wunsch des Vaters verwirklicht. So können wir
heute diesen Stein zur Erinnerung und zum Andenken an Hans Riffel
zusammen einweihen.
An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Familie
von Hans Riffel.

 

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