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Laubenheimer Bahnhof mit Grafitti-Kunst

Im Frühjahr 2016 wurde die Modernisierung des Laubenheimer Bahnhofs abgeschlossen. Die Kosten beliefen sich nach Aussage der Bahn auf mehr als 6 Millionen Euro.

Auch die Lärmschutzwände und die Unterführung wurden im Zuge der Renovierungsarbeiten neu gestrichen. Dies natürlich zur Freude der Laubenheimer Bevölkerung und der Touristen, die unseren Stadtteil besuchen. Leider wurden die Lärmschutzwände und weitere Flächen am  Bahnhof nach kurzer Zeit durch sogenannte Tags, mit Farbdosen gesprühte Zeichen, von wilden Sprayern verunstaltet.

Jedoch konnte nun das Konzept des Ortsbeirats greifen, der sich in den vergangenen Jahren mit dem Thema intensiv beschäftigt hatte, Sprüh-Farbschmierereien zu entfernen und Graffiti-Kunst an ausgewiesenen Stellen zu fördern.  (Antrag vom 11.05.2015 – Niederschrift Ortsbeiratssitzung). Nach dem Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2011 (siehe unten) hatte die ÖDP in der Ortsbeiratssitzung am 12. April 2013 das schwierige Thema erneut aufgegriffen.

“Wenn wir nichts machen, wird trotzdem gesprüht, deshalb lasst uns das Thema aktiv angehen”, so der gemeinsame Tenor damals im Ortsbeirat im Wilhelm-Spies-Haus.

Zwar gibt es heute noch keine offiziellen Flächen für Graffiti-Kunst in Mainz-Laubenheim. Unser Stadtteil kann aber zu Recht stolz sein, in Mainz ein Pilotprojekt erfolgreich mitgestaltet zu haben, welches nicht nur dem Beschluß des Stadtrates Rechnung trägt, sondern auch den Bahnhof in einem schöneren Gesamtbild erscheinen lässt.

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinlandpfalz Süd hatte als Nutzer des Bahnhofes gemeinsam mit der deutschen Bahn AG, dem Ortsbeirat, dem Kulturamt der Stadt Mainz und dem Graffiti-Künstler-Kollektiv Buntic ein Gestaltungskonzept entwickelt.

Der Bahnhaltepunkt sollte nicht mehr “ein Bild des Jammers” ergeben (Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter) und nicht den Eindruck erwecken, man befinde sich sich in einer der finstersten Ecken Deutschlands. Natürlich: Über Geschmack lässt sich immer streiten. Manch einem wäre eine graue oder grüne, saubere unberührte Lärmschutzwand lieber. Dem Ortsbeirat war es bei der Gestaltung wichtig, dass die Thematik Wein und Weinberge, die Lage Laubenheims am Rhein und historische Gebäude im Ort sich in der künstlerischen Gesamtkonzeption wiederfinden. Gabriele Müller (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Ulrich Frings (ÖDP) hatten in der Umsetzungsphase im Auftrag des Ortsbeirates ein Auge darauf.

Auch Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter lobte das Ergebnis: “Dies ist, so denke ich, gelungen. Heute präsentiert sich unser Bahnhof als farbenfrohes Kunstobjekt, das zum Betrachten und Erleben einlädt und Lust auf einen Besuch in Laubenheim macht.” Er bedankte sich beim Künstlerkollektiv und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr, der den Großteil der Finanzierung übernommen hat. Für die abschließende künstlerische Gestaltung stehen noch Mittel von Sponsoren und dem Ortsbeirat zur Verfügung.

Hintergrund-Infos

Bereits 2011 befasste sich der Stadtrat auf Antrag von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und ÖDP / Freie Wähler mit dem Thema Grafitti.

Mit der Beschlußvorlage 0123/2011 (Amt/AZ: Dezernat VI/VI/41 17 10/1) und Verabschiedung im Mainzer Stadtrat  wurde der Antrag von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und ödp / Freie Wähler betr. „Graffiti als Kunst anerkennen – Flächen für legales Sprühen ausweisen“ an den Jugendhilfeausschuss und den Kulturausschuss überwiesen.

Im Konzeptpapier “Graffit als Kunst anerkennen – Farbschmierereien verhindern” der Städtischen Arbeitsgruppe “Grafitti”, aus dem Januar 2011 ging es bereits um eine Sensibilisierung der breiten Bürgerschaft für das Thema “Illegales Sprühen” durch Öffentlichkeitsarbeit.
“Wichtig ist hierbei generell, dass deutlich zwischen legalen Graffiti (als Auftragsarbeit oder vom jeweiligen Eigentümer erlaubt) und illegalem Sprühen (ungefragtes Gestalten von Objekten) unterschieden wird. Dies soll zum einen der klaren Differenzierung dienen und verhindern, dass jugendliche Graffiti-Künstlerinnen und -Künstler, also diejenigen, die legal Sprühen, nicht kriminalisiert werden.”

Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt Mainz

 

 

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