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Total abgefahren: der School Express aus Laubenheim

von Natacha Olbrich, aus den Schulnachrichten der Grundschule, Sommer 2017

Anlässe zum Feiern gibt es in Laubenheim ja viele, aber dieser ist doch etwas ganz Besonderes: Die Laubenheimer Grundschule feiert ihren 50. Geburtstag. Ein Ereignis, das Schulleiterin Marion Jendralski und ihre Mitarbeiterinnen besonders freut, denn der Schule droht schon seit Jahren der Abriss bzw. der Neubau. Doch davon ließen sich weder die Lehrerinnen noch die insgesamt 280 Schüler beirren. „Als im vergangenen Jahr während einer Gesamtkonferenz der Vorschlag, ein Musical auf die Beine zu stellen, einstimmig angenommen wurde, wusste ich: Das wird toll!“, erzählt Jendralski. Unter der Leitung der Bühnenerfahrenen Musiklehrerin Christiane Merten schrieb das Kollegium das erfolgreiche Musical „Starlight Express“ zum „School Express“ um – unter strengster Geheimhaltung, es sollte eine Überraschung für die insgesamt 1000 geladenen Gäste werden.
Da diese große Menge Menschen nicht in die marode Turnhalle der Grundschule gepasst hätte, stellte die Stadt das Sportzentrum zur Verfügung. Nachdem feststand, was aufgeführt werden sollte, musste noch organisiert werden, wie alle 280 Grundschulkinder auf die Bühne gebracht werden können. Hier arbeiteten alle Klassenund Fachlehrerinnen Hand in Hand: Jede Klasse spielte einen Zugwaggon mit selbst designten Kostümen aus Pappe, Plastik oder Glitzerfolie, bei deren Herstellung viele fleißige Eltern halfen.

Wochenlang probten die Kinder ausgewählte Songs aus dem Musical, darunter den zum Geburtstagslied umgedichteten „Rolling Stock“ oder den Ohrwurm „Starlight Express“. Auch über die Osterferien nahmen die eifrigen Musicalstars ihre Liedtexte mit und probten zu Hause.
In der Woche vor dem großen Fest glich die Schule einem Bienenstock, überall wuselten und wimmelten Menschen, die bei den Vorbereitungen halfen. Während die Mitglieder des SEB tagelang rotierten, um für das leibliche Wohl der Gäste sowie einen reibungslosen Ablauf des Festtages zu sorgen, organisierten die Mitglieder des Fördervereins Verkaufsstände für Werbeartikel wie Turnbeutel, Kugelschreiber und Buttons, um die Kosten abzudecken.

Wie ein Fels in der Brandung wirkte Schulhausmeister Peter Becker, der an allen Ecken und Enden tatkräftig mithalf und dabei stets gelassen blieb. Doch das allergrößte Lob gilt den Lehrerinnen. So oft es neben dem Schulalltag mit Unterricht, Klassenarbeiten und Konferenzen möglich war, probten sie mit ihren Klassen die Stücke ein. In den zwei Generalproben, die in der viel zu kleinen Turnhalle stattfinden mussten, zeigte sich, worin das größte Problem bestand: Der Bühnenauf- und abgang aller 280 Schüler, ohne dass Chaos entsteht. Doch die Lehrerinnen haben auch diese Herausforderung bravourös gemeistert. Jeder Klassenwaggon wurde einzeln von den Ansagern Silva und Anton aufgerufen und vorgestellt, angefangen mit der 4A, auf die alle weiteren Klassen in der richtigen Reihenfolge folgten, bis auch die Jüngsten aus
der 1C vorne auf der Bühne standen. Und das ist auch das Bild, das den meisten Besuchern der Jubiläumsfeier lange im Gedächtnis bleiben dürfte: 280 Schüler in spacigen Kostümen, teilweise mit aufwändig verzierten Helmen oder glitzernden Accessoires, die Viertklässler schon total cool mit Sonnenbrillen, die Erstklässlerinnen süß mit Tüllschleifen in den Haaren, die alle gemeinsam eine Hymne auf die Laubenheimer Grundschule anstimmen, dirigiert von Christiane Merten am Keyboard. Bei diesem Anblick dürfte so manch ein Elternteil das ein oder andere Tränchen vor Rührung verdrückt haben. Doch das war erst der Anfang einer Show, die dem Original in nichts nachsteht.

Jede Stufe hatte einen eigenen Auftritt, der auf das jeweilige Alter abgestimmt war. Besonders großen Eifer zeigten die ca. 20 Kinder der Musical-AG, denn sie performten zusätzlich vier weitere Songs und bewiesen dabei nicht nur sehr viel Talent, sondern auch großen Mut. Positiv aus der Reihe fielen auch die Viertklässler: Während die Mädels den romantischen Song „G. E. K. U. P. P. E. L. T.“ zum Besten gaben, rockten die Jungs mit einem Rap die Bühne und überboten sich gegenseitig in einem Breakdance Battle.

Zum Schluss dann durften nochmal alle Schüler auf die Bühne, um gemeinsam „Es gibt ein Licht ganz am Ende des Tunnels“ anzustimmen – ein wundervoller Abschluss für ein großartiges Fest, das mit Sicherheit allen Schülern, Lehrerinnen, Eltern und Gästen in bester Erinnerung bleiben wird.

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